Mira
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- Miras Geschichte
Hallo! Ich bin Mira und an dieser Stelle will ich berichten, was ich in meinem Hundeleben schon so alles erlebt habe.
Mein erstes Jahr:
Also am 1. Oktober 1999 bin ich geboren und habe die ersten 7 Wochen gemeinsam mit meinen 5 Schwestern und 3 Brüdern bei meiner Mutter verbracht. Dort hatten wir viel Spaß miteinander. Es gab viel Platz für uns in einem riesigen Garten und unser Züchter hat uns sogar schon gezeigt, welche Tiere ein echter Jagdhund in seinem Leben kennen lernen wird.
Mit 7 Wochen wurde ich von Herrchen und Frauchen abgeholt. Die beiden kannte ich schon, denn sie hatten uns Rasselbande vorher zweimal besucht. Dann durfte ich mit den beiden im Auto nach Hause fahren. Ich war ganz schön aufgeregt.
Dann begann eine spannende Zeit für mich. Ich musste lernen, meine "Geschäfte" draußen zu erledigen. Aber das hatte ich schnell kapiert. Meine neue Familie war sehr zufrieden mit mir. Jede Woche stellte sich mein Frauchen mit mir auf die Waage und dann hat sie immer alles in ein dickes Buch geschrieben. Als ich zu ihnen kam, wog ich gerade mal 5,5 kg. Jetzt liege ich meistens zwischen 28 und 30 kg.
Jeden Tag durfte ich dann meiner Familie zeigen, was ich schon alles kann: Sitz, Komm, Platz. Das klappte bald sehr gut. Wenn ich alles richtig gemacht hatte, gab es immer ein Leckerchen.
Als ich 7 Monate alt war, sagte mein Frauchen, dass ich nun bald in die Schule komme. Was das nun wohl wieder war? Da ich ja ein richtiger Jagdhund bin, sollte ich nun all das lernen, womit ich meinem Herrchen bei der Jagd helfen kann. Von nun an standen wir sonntags immer früh auf und fuhren fast eine Stunde mit dem Auto. Dort traf ich dann immer viele andere Hunde und die Schule am Sonntag machte mir richtig viel Spaß. Das ging den ganzen Sommer über so und auch während der Woche haben Herrchen und Frauchen viel mit mir geübt. Als der Kurs zu ende ging, hatte ich gelernt gehorsam zu sein, zu apportieren, verlorenes Wild zu finden und meinem Herrchen zu bringen und auch geschossene Enten aus dem Wasser zu holen. Mit dem Wasser, das war so eine Sache. Am Anfang hatte ich echt Angst, zu schwimmen. Aber mit unendlich viel Geduld haben meine Familie und mein Trainer, der heißt Jos, mir beigebracht ohne Angst ins Wasser zu springen.
8 Monate war ich alt, als ich meine bisher längste Reis antrat. Ich fuhr mit meiner Familie in den Urlaub nach Österreich. Das war toll. Dort gingen wir jeden Tag wandern und ich war immer mit dabei. Sogar im Schnee auf den Bergen konnte ich herumtoben.
Mit 10 Monaten unternahm ich wieder eine lange Reise mit dem Auto. Wir fuhren zu dem riesigen Garten, wo ich mit meinen Geschwistern gespielt hatte, als wir ganz klein waren. Wie groß war die Freude, als ich dort sogar 5 von meinen 8 Geschwistern wiedertraf. Dieses Treffen hat unser Züchter zusammen mit unseren Familien organisiert. Wir konnten zusammen spielen und zeigen was jeder in seiner Schule gelernt hatte.
Als ich genau ein Jahr alt war, hörte ich wie mein Frauchen dem Herrchen erzählte, dass ich nun bald erwachsen wäre. Sie sagte: "Mira hat ihre erste Hitze". Das mit der Hitze sollte sich noch zu einem Problem entwickeln, aber das erzähle ich Euch später.
Kurz nach meinem ersten Geburtstag kam dann eine gaaaanz lange Reise. Wir fuhren nach Bayern, wo ich auch 2 meiner Geschwister und meine Mutter wieder traf. Besonders spannend fand ich, dass ich an diesem Wochenende zum ersten Mal mit zur Jagd durfte.
Im November, ich war 13 Monate alt, fuhr ich mit meinem Herrchen zur Uniklinik. Dort wurde meine Hüfte geröntgt. Die Auswertung zeigte später, dass ich ganz gesund bin, HD frei.
Über den Winter hat sich nicht so viel ereignet. Außer dass ich innerhalb von 6 Monaten 3 Mal eine Hitze bekam. Meine Familie und auch unser Tierarzt waren der Meinung, dass das auf keinen Fall normal ist. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, trat ich zusammen mit Herrchen und Frauchen wieder eine lange Reise an. Ich bin immer ganz froh, wenn die mich überall mit hinnehmen. Autofahren tue ich sowieso gern. Also ging's nach Hannover zu einer ganz besonders schlauen Tierärztin. Sie ist ein Spezialist, was die Sachen mit der Hitze und so angeht. Schließlich arbeitet sie ja auch an einer Uni.
Frau Dr. Bunck ist eine ganz liebe. Sie hatte auch eine Vermutung, woran es liegen könnte. Das hat sie meinem Herrchen und Frauchen auch erzählt, aber ich habe nicht viel davon verstanden. Irgendwas mit einem Hormon. Zurück in Aachen musste ich dann mit meinem Herrchen alle 10 Tage zu meinem Tierarzt. Der hat mir jedes Mal Blut abgenommen und nach Hannover geschickt. Das hat ganz schön gepiekst und ich fand es nicht toll. Aber mein Herrchen hat mich lieb getröstet. Nach der vierten Blutprobe hatte sich die Vermutung von Frau Dr. Bunck bestätigt und die meinte ich sollte wohl besser mal nicht Mutter werden.
Da wurden mein Herrchen und Frauchen ganz traurig. Denn sie hatten sich gewünscht, dass ich einmal Babys haben sollte. Aber dieser Traum war nun zu ende. Dann kam der Tag meiner großen OP. Ich hab nicht viel davon bemerkt, aber meine Familie war ganz schön aufgeregt. Aber da ich ja ein junges, gesundes Mädchen bin, war ich ganz schnell wieder auf den Beinen. Auch die Haare unter meinem Bauch wachsen schon wieder. Jetzt bekomme ich keine Hitze mehr und auch die Hundejungs sind nicht mehr so aufdringlich. Ich kann nun wieder mit allen fröhlich spielen.
Zur Belohnung durfte ich zwei Wochen nach der Operation mit meiner Familie in den Urlaub fahren. Diesmal ging es nach Mecklenburg. Wir hatten einen großen Garten für uns und direkt nebenan einen Wald mit vielen Seen. Das Baden hat mir viel Spaß gemacht.
Seit März besuche ich auch wieder die Schule, denn in diesem Jahr soll ich auf den Prüfungen für Jagdhunde alles zeigen, was ich gelernt habe. Die erste Prüfung war dann auch schon am 21.April. Mein Herrchen sagte immer: "Wir gehen zur Jugendsuche." Auf der Prüfung habe ich 3 Fächer mit "sehr gut" und 2 mit "gut" bestanden. Insgesamt gab es dafür 59 Punkte. Ich glaub schon, dass Herrchen und Frauchen stolz auf mich sind. Auch eine richtige Urkunde habe ich dafür bekommen und eine großen Knochen als Belohnung. Meine Familie weiß nämlich ganz genau, womit sie mir eine Freude machen können.